Dunkel – Die Dokumenta 14

Obwohl ich selbst sehr politisch angelegt bin und das Dokumentakonzept mit Athen im Dialog inhaltlich wie ökonomisch unterstütze, war ich doch etwas geschockt von der Vielzahl der teilweise sehr ähnlichen und eher platt angelegten Umsetzungen und Installationen. Wie schade, das gerade hinter diesen lauten Arbeiten in Kassel, die wirklich guten Sachen im Gesamteindruck zurückbleiben.
Auch wenn ich höre, das die Kunstvermittler ganze 6 x 3 Tage ? als Chorus gebrieft wurden (was dem antiken Theater entliehen ist) und sich nicht entlang der tatsächlichen Inhalte vorbereiten konnten, weil die Werke großteils noch nicht da, oder noch nicht beschrieben waren, entsteht für mich eher der Eindruck das die Größe der konzeptionellen Idee sich hier in der Umsetzung verloren hat.
Vieleicht sind die Künstler, die Kuratoren und auch wir inzwischen gelähmt von der unbegreiflichen Nähe und Realität dieser grauenvollen Kriege an unseren Grenzen und werden uns unserer Selbstverantwortung bewusst. Was wir zwischen all diesen brennenden Fahnen von den Griechen lernen können ist aus meiner Sicht auch, das dort nicht nur die Demokratie auf den Weg gebracht wurde, sondern durch Alexander auch der Imperialismus. In meinem Kopf ist das Bild von Panos Kokkinias hängen geblieben.
Dieses Bild was wir uns gerne von uns selbst machen wollen – in welcher Umgebung, und mit welchen Handlungen auch immer. Und sei es das, dabei wirklich
demokratisch zu sein!

http://www.documenta14.de/de/artists/22270/panos-kokkinias

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